Geschichte

Die Wälder und Felder von dem Šilheřovitzer Großgrundbesitz, einschließlich des Schlossparks, waren in der Vergangenheit ein zusammenhängendes Gehege ohne Umzäunung auf der Gesamtfläche von 4000 ha mit hohen Beständen an Rehwild, Hasen, Wildkaninchen, Rebhühnern und Fasanen, wobei das Jagdwesen seine Majorität über die Land- und Forstwirtschaft hatte.

Schrittweise wurde eingeführt, verbessert und durchgearbeitet ein System von gemeinsamen Treibjagden auf Feder- und Haarniederwild.

Das bisher erhaltene Projekt  „Ossičina“ (Espenbaumbestand) in der örtlichen Lokalität Štípky wurde erarbeitet im Jahre 1851 durch den Forstmeister Exner auf Wunsch des Inhabers von dem Großgrundbesitz Schalomon Meyer von Rothschild und beweist eine Zeugnisaussage von den großzügigen Zielsetzungen des Gründers bei Einführung der Fasanenzucht in hiesigem Jagdrevier. Gleichzeitig wurden ausgearbeitet und eingeführt die Systeme für gemeinsame Treibjagden in einzelnen Teilen der Fasanerie.

Der Fasanenzucht unterordnete man sowohl die Holzbestandstruktur als auch Pflege der Waldbestände mit der Bestrebung, in den Hauptzentren der Fasanerie eine bunte Mosaik durch Abwechslung von Stumpfkulturen (aus den Stümpfen heraufwachsende Laubholzbestände), Fichten- und Laubbäumengruppen zu bilden. Das Ziel von diesen Anbaumaßnahmen beruhte darin, die Qualität von Biotop und der Deckung für die Fasane zu schaffen, abwechslungsreiche Bedingungen für eine gute Jagd zu bilden und die Ansprüchigkeit beim Schießen zu erhöhen.

Die Familie von Rothschild bewirtschaftete die Šilheřovitzer Wälder bis zum Jahre 1938. Während des zweiten Weltkrieges wurde die ganze Region dem Deutschen Großreich angegliedert und der Šilheřovitzer Großgrundbesitz geriet unter der Zwangsverwaltung. Nach dem Krieg fielen die Wälder auf Grund der Bodenreform der Verwaltung von den Tschechoslowakischen Staatsforsten zu.

Seit dem vorigen Jahrhundert ist die Fasanerie Šilheřovice schon traditionell ein Treffpunkt für die Jäger von allen Kontinenten. Die örtlichen Jagden wurden berühmt dank vollkommener Organisation und dem hohen gesellschaftlichen Niveau.

Heutzutage verfügt die Fasanerie über die Gesamtfläche von 2500 Hektar. Ähnlich wie in der Vergangenheit kann man sie in 4 selbstständige Lokalitäten teilen, die genannt werden:  Štípky, Juliánka, Vodnáč und Davídka.  Im Vergleich mit der Vergangenheit kam es zu entscheidenden Änderungen bei der Jagd des Fasanenwilds. Die intensive Fasanenjagd auf der Ebene der Lokalität Vodnáč wurde eingestellt und konzentriert in den übrigen Teilen der Fasanerie mit ansprüchigeren Terrainverhältnissen, ohne spezielle Bestand- und Raumregelung. Gerade diese Weise ruft bei den Jägern das Gefühl hervor, als würde man in den Naturverhältnissen ohne künstlich gebildeten Triebe jagen. Diese Jagd im gegliederten Terrain, begleitet mit hoher Wildqualität und sehr guter Jagdorganisation bietet ein ansprüchiges Schießen auf hoch ziehende Fasane. Das Erlebnis aus der Jagd sollte auch die sehr ansprüchigen und trefflichen Jäger zufrieden stellen, die in unser Revier jagen kommen.

Insgesamt werden in der Fasanerie für unsere Jagdgäste 16 Triebe ausgenutzt, überwiegend im gegliederten Terrain.

Eine sehr bedeutende Rolle in der mehr als 150-jährigen Existenz der Fasanerie Šilheřovice spielt vor allem die Qualität von aufgezogenen Fasanen. Sämtliche Produktion vom Fasanenwild wird aufgezogen in eigenen Aufzuchteinrichtungen. Ein besonderer Nachdruck wird gelegt auf den Gesundheitszustand, gute Reife und Adaptierungsfähigkeit des heranwachsenden Fasanenwilds auf die ziemlich harten Lebensverhältnisse in der Natur.

Außer Fasanenwild ist es möglich im Revier z.Z. auch Reh-, Dam- und Schwarzwild zu jagen. Die naturlichen Verhältnisse im Jagdrevier bieten ausgezeichnete Voraussetzungen für die Reh- und Damwildzucht. Es werden auch sg. Kombinationsjagden organisiert, d.h. die Fasanentreibjagden an mehreren Tagen, kombiniert mit der Schwarzwildjagd. Die Jagd von Reh-, Dam- und Schwarzwild dient vor allem zur Abwechslung der Jagderlebnisse von jenen Gästen der Fasanerie Šilheřovice, die zu uns alljährlich das Fasanenwild jagen kommen.

Kontakt

Šilheřovická bažantnice a.s.
Na Valše 237/21, Přívoz,
702 00 Ostrava
IČ: 294 51 698

email: czerova@pheasantry.cz
tel: +420 596 172 262